Was passiert im Schlaflabor?

Schlaf ist kein Zustand, sondern ein komplexer Prozess. Dementsprechend kompliziert gestaltet sich seine objektive Untersuchung. Um den Schlaf analysieren und eventuelle physiologische Auffälligkeiten erfassen zu können, ist es notwendig, die Hirnaktivität und Körperfunktionen aufzuzeichnen und auszuwerten. Dazu erfolgt im Schlaflabor die detaillierte Beobachtung und Vermessung des Patienten während einer bzw. mehrerer Nächte. Elektroden, die mit einem speziellen hautfreundlichen Klebstoff am Körper befestigt werden, messen Hirnströme und Muskelaktivität, Augenbewegungen, Herzschlag und Atemfrequenz. Gurte mit Dehnungssensoren dienen dazu, Atembewegungen des Brustkorbs zu bewerten und Sensoren am Zeigefinger oder Ohrläppchen kontrollieren den Sauerstoffgehalt des Blutes.

Die Untersuchung im Schlaflabor geht ohne Schmerzen vonstatten und ist nicht wesentlich unbequemer als ein Hotelaufenthalt. In jedem Fall ist die Diagnostik sehr aufwendig und wird in der Regel erst eingesetzt, wenn sich die Ursache für die Schlafstörungen nicht anderweitig klären lässt.