Wenn Schlafmittel ihren Zweck verfehlen

Ein gutes Schlafmittel soll nicht nur zu einem guten Nachtschlaf verhelfen – im Endeffekt ist ein wacher und leistungsfähiger Folgetag das Ziel. Doch manche Mittel wirken in dieser Hinsicht regelrecht kontraproduktiv: Als Hangover, sinngemäß etwa mit „Durchhänger“ zu übersetzen, bezeichnet man die Tagesmüdigkeit, die auf eine Einnahme von langfristig wirksamem Schlafmittel folgt. Sie entsteht, wenn das Präparat eine lange Halbwertszeit aufweist – wenn der Körper also länger braucht, um den Wirkstoff abzubauen, als der Nachtschlaf dauert. Dies ist beispielsweise bei einigen Benzodiazepinen der Fall. Eine langfristige Wirkdauer, wie sie bei Durchschlafstörungen durchaus erwünscht ist, kann sich als nachteilig, ja sogar als gefährlich erweisen: Dann nämlich, wenn am nächsten Tag Konzentration gefordert ist, weil beispielsweise Maschinen bedient oder Fahrzeuge gelenkt werden müssen. Doch schon beim nächtlichen Toilettengang kann eine starke Benommenheit, wie von starken Schlafmitteln verursacht, die Sturzgefahr und damit das Verletzungsrisiko erhöhen.

Betadorm verfügt über eine Plasmahalbwertszeit von vier bis sechs Stunden. Das heißt, dass nach dieser Zeit nur noch die Hälfte des Wirkstoffes im Körper aktiv ist. Wenn man also eine ausreichende Schlafdauer von sieben bis acht Stunden einplant, lässt sich ein Hangover-Effekt durch Betadorm vermeiden.