Entspannung mit eigenen Mitteln

Die am einfachsten zu erlernende Methode, willentlich in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung herbeizuführen, ist die sogenannte Progressive Muskelentspannung (PME). Entwickelt von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobsen, hat die PME das Anspannen und Lockerlassen einzelner Muskelgruppen zum Ziel: Mit der Zeit lernt der Patient, die gegensätzlichen Gefühlszustände bewusst wahrzunehmen und durch Lockerung des Muskeltonus unter das Normalmaß ganz gezielt muskuläre Entspannung herbeizuführen. Die Wirksamkeit der PME ist durch zahlreiche Studien gut belegt; Hilfe verschafft sie unter anderem bei Stress, Angstzuständen, Kopf- und Rückenschmerzen sowie damit einhergehenden Schlafstörungen.

Das autogene Training – oder kurz AT – ist eine Technik des Psychiaters Johann Heinrich Schulz, die ursprünglich eine psychotherapeutische Behandlung ergänzen sollte. Heute wird AT vermehrt von gesunden Personen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit in unterschiedlichsten Lebensbereichen angewandt. Grundlage dieser „Selbsthypnose“ ist die konzentrative muskuläre Selbstentspannung – in der Annahme, dass ein ruhiger körperlicher auch einen ruhigen psychischen Zustand zur Folge hat.